Walter Klausch

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Walter Klausch

Walter Klausch (* 8.5.1907, in Frankfurt/Oder; † 16.6.1933, im KZ Oranienburg) war Architekt und Mitglied der Ortsgruppenleitung der KPD in Nowawes sowie ein Opfer des Faschismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ihm zu Ehren der damalige Baberowweg in Babelsberg zur Walter-Klausch-Straße umbenannt.

Leben

Walter Klausch wurde am 8.5.1907 in Frankfurt/Oder geboren. Nach dem Besuch der Mittelschule erlernte er das Maurerhandwerk, absolvierte von 1925 bis 1927 die Baugewerksschule und studierte ab 1928 an der Akademie der Künste. Er wurde Meisterschüler des Meisterateliers für Baukunst. Im Jahr 1930 trat Walter Klausch der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei und wurde im Roten Nowawes in die Ortsgruppenleitung gewählt. Zu seinen engsten Kampfgefährten gehörten Kurt Vogel, Paul Kühne und Kurt Laube.

Nach dem Machtantritt der Faschisten 1933 rief Klausch zum aktiven Widerstand auf und organisierte in der Illegalität zusammen mit Albert Klink, Walter Junker und Hans Ulrich die illegale Widerstandsarbeit in Nowawes.

Grabstein Walter Klauschs

Am 8. Juni 1933 wurde er von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager Oranienburg verschleppt. Dort soll er sich acht Tage später nach einer Vernehmung durch die SA mit seinen Hosenträgern erhängt haben. Damit gehört Walter Klausch - neben den bekannten Schriftsteller Erich Mühsam - zu den mindestens 16 Menschen, die durch die Wachmannschaften des wilden Konzentrationslagers Oranienburg ermordet wurden.

Walter Klausch wurde auf dem Neuendorfer Friedhof in der Großbeerenstraße 81-83 im heutigen Babelsberg beigesetzt.

Sonstiges

Walter Klausch entwarf den Gedenkstein für den ermordeten Jungkommunisten Herbert Ritter.

Quellen

  • „Besonders jetzt tu deine Pflicht!“ – Kurze biografische Darstellungen über antifaschistische Widerstandskämpfer, die in der Stadt und im Kreis Potsdam lebten und wirkten; Herausgeber: Kreiskomitee Potsdam der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR, 1988, S. 43
  • KZ Oranienburg: Ermordete – Artikel-Abschnitt bei der Wikipedia, vom 4. Juli 2010