Kreativ Quartier
Das Kreativ Quartier Potsdam umfasst sieben Gebäude im Quartier zwischen Kutschpferdestall und Plantage, Garnisonkirche und Yorckstraße. Bis 2026 investiert Investor Glockenweiß rund 85 Millionen Euro in den Standort. Die Bebauung wird bis 2026 abgeschlossen sein. Im Januar 2025 wurde Richtfest für das letzte der sieben Gebäude begangen. Es ersetzt die ehemalige Feuerwache in der Werner-Seelenbinder-Straße.
Geschichte
Aus einem im Jahr 2019 vom Sanierungsträger Potsdam Bieterverfahren ging das von Glockenweiß in Zusammenarbeit mit Partnerfirmen erstellte Konzept als Sieger hervor. Es sieht für das gesamte Areal eine dreiseitige Randbebauung sowie im Inneren frei stehende Gebäude vor. Im Zusammenspiel von Gebäuden und Freiflächen entsteht ein kleines „Village“, was den unterschiedlichen Nutzungen gerecht wird. Das Büro &MICA wurde Gewinner des anschließenden Realisierungswettbewerbs.
Das Projekt
Bis 2026 entsteht ein lebendiger Ort für die Kultur- und Kreativwirtschaft. In sieben Gebäuden und auf insgesamt 25.000 qm entstehen Büros, Ateliers, Studios, Läden, Proberäume, Cafés und Apartments. Außerdem gibt es ein Parkhaus für Fahrräder. Von den 25.000 qm Mietfläche sind 16.000 qm für die Kultur- und Kreativwirtschaft vorgesehen, davon etwa die Hälfte, also 8000 qm, mietpreisgebunden. Die nutzungs- und mietpreisgebundenen Flächen starten mit einer Anfangsmiete von 9 EUR/Quadratmeter netto kalt. Das ist für den Investor bindend und im Grundbuch eingetragen. Ein Angebot für die Kreativen, aus dem Rechenzentrum umzuziehen.
Das Kreativ Quartier wird öffentlich zugänglich sein. Es bekommt Wege für Fußgänger und Radfahrer als Neuen Markt, Kutschstall und Plantage.
Subventionierte Mieten
Bis 2026 entsteht ein lebendiger Ort für die Kultur- und Kreativwirtschaft. In sieben Gebäuden und auf insgesamt 25.000 qm entstehen Büros, Ateliers, Studios, Läden, Proberäume, Cafés und Apartments. Von den 25.000 qm Mietfläche sind 16.000 qm für die Kultur- und Kreativwirtschaft vorgesehen, davon etwa die Hälfte, also 8000 qm, mietpreisgebunden. Die nutzungs- und mietpreisgebundenen Flächen starten mit einer Anfangsmiete von 9 EUR/Quadratmeter netto kalt. Das ist für den Investor bindend und im Grundbuch eingetragen. Ein Angebot für die Kreativen, aus dem Rechenzentrum umzuziehen.
Ehemaliger Langer Stall
Hinter der Prachtfassade des Südportals liegt der Ersatzneubau für den ehemaligen Langen Stall. Von dort aus ist der Zugang von der Breiten Straße zum Kreativ Quartier Potsdam möglich. Der Ersatzneubau ist als eine große, offene Eingangshalle für Ausstellungen und Veranstaltungen vorgesehen. Zeitweise bestand die Idee, für das Potsdam Museum eine Außenstelle zur Präsentation der städtischen Kunstwerke einzurichten. Dafür gab es kein Interesse der Landeshauptstadt.
Vom Turm der Garnisonkirche bietet sich ein hervorragender Überblick über das künftige Kreativ Quartier.
Das große, aufsteigende Dach des Ersatzneubaus mit der sogenannten »Supergaube« in Richtung Plantage ist bereits erkennbar. Die Dachform ist eine moderne Interpretation des historischen Langen Stalls, der vorwiegend für die mietpreisgebundenen Flächen vorgesehen ist.
Der Lange Stall wurde im Jahr 1734 nach den Plänen von Pierre de Gayette als Exerzier- und Reithalle in Fachwerkbauweise errichtet. Er erstreckte sich von der Breiten Straße, entlang der Plantage bis zur Straße Am Kanal (der heutigen Yorckstraße). Der Stall war 167 Meter lang, 23 Meter breit und hatte eine freitragende Deckenkonstruktion. In der Nacht von Potsdam 1945 ist das Gebäude abgebrannt. Nur das südliche Portal blieb erhalten und gehört der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Der von Glockenweiß errichtete Ersatzbau nimmt nur einen
Die Zukunft des Rechenzentrums
Zur Zukunft des Rechenzentrums gibt unterschiedliche Aussagen. Es wurde nicht, wie ursprünglich im Investorenvertrag mit der Stadt festgehalten, zum 01.01.2024 zurückgebaut. Von der Politik wurde eine Verlängerung des Erhalts des Rechenzentrums bis Januar 2026 beschlossen. Was danach passieren soll, wird die Stadtpolitik in einer für 2024/2025 geplanten Machbarkeitsstudie ergründen.